Kranich-Projektfläche

Langenhausener Moor wiedervernässen

Auf einen Blick

Größe

49,92 Hektar

wiedervernässtes Moor

Klimawirkung

88.722 Tonnen

eingesparte CO₂-Äquivalente 

Standort

Gemeinde Gnarrenburg in Niedersachsen

Projektstart

Herbst 2025

Projektentwickler

Zukunft-Moor-Logo-Weiss

Moore wieder zu 
Klimaschützern machen

In Deutschland wurden fast 95% der Moorflächen trockengelegt. Durch die fehlende Wasserschicht verbindet sich der Kohlenstoff aus dem Torf mit dem Sauerstoff aus der Atmosphäre. Dadurch sind trockengelegte Moorflächen für 7,5% der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich. 

Wir wiedervernässen das Moor und stoppen damit die Treibhausgasemissionen. Dafür kultivieren wir Torfmoos. Es saugt Regenwasser wie ein Schwamm auf und hält das Wasser in der Fläche. Das Moor kann dadurch seine wichtigen Ökosystemleistungen für Menschen, Tiere und Pflanzen wieder entfalten.

Gras-trockengelegtes-Moor-CO2

Treibhausgasemissionen des trockengelegten Moors

Moor-stoppt-Emissionen-Senkleistung-nass

Stopp der Emissionen und Senkenleistung des nassen Moors

Projektfläche

Langenhausener Moor

Ausgangszustand


Landwirtschaft auf trockengelegtem Moor 

ZM-Karte-Langenhausener-Moor-Gnarrenburg
Ausgangszustand Langenhausener Moor

Die Projektfläche „Langenhausener Moor“ umfasst 
49,92 Hektar. Das Projektgebiet befindet sich in der Gemeinde Gnarrenburg in Niedersachsen und ist Teil 
des Teufelsmoors, Niedersachsens größtes Moorgebiet. Die Region wurde bereits im 
18. Jahrhundert für Landwirtschaft und Torfabbau trockengelegt. Die Torfmächtigkeit der Projektfläche beläuft sich zwischen 2,3 und 3,9 Meter. Sie entstand damit in ca. 4.000 Jahren. 

Landwirtschaftliche Betriebe haben das Projektgebiet bisher intensiv mit Grünland für Viehfutter bewirtschaftet. Drainagen und Flurstückgräben entwässern das Moor, indem sie Wasser aus der Fläche in den nördlich gelegenen Augustendorfer Kanal und in den westlich gelegenen Oste-Hamme-Kanal leiten. Die Trockenlegung verursacht laufend Treibhausgasemissionen von über 2.000 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr. Außerdem besteht kein Lebensraum für moortypische Biodiversität.

Umsetzung

Trockenlegung stoppen 
und Torfmoos kultivieren 

©ZukunftMoor Bauarbeiten Polder

● Zur Live-Ansicht

Die Wiedervernässung der Projektfläche erfolgt, indem Drainagen zerstört und verdichtet sowie Flurstücksgräben zugeschüttet werden. Dadurch stoppen wir die Trockenlegung. 

Das Wassermanagementsystem besteht aus drei Wasserreservoirs und einem Wasserrückhaltebecken. Diese können Regenwasser bei Starkregen speichern und bei Trockenheit für die Projektfläche bereitstellen. Umliegende Kanäle können zusätzlich Wasser bei langanhaltender Dürre liefern.

Auf der Projektfläche wird Torfmoos kultiviert. Torfmoos wächst natürlich auf nassen Hochmoorflächen und hält das Wasser in der Fläche. Dafür werden 29 Polder wie Terrassenfelder eingerichtet. Je Polder bestehen Ringgräben sowie Zu- und Abflüsse. Diese leiten das Wasser bei hohen Niederschlägen in andere Polder bis zu den Wasserrückhaltebecken. In Zeiten geringer Niederschläge kann Wasser aus den Wasserrückhaltebecken in die Polder hochgepumpt werden. Das Torfmoos kann das Wasser wenige Jahre nach der baulichen Einrichtung eigenständig in der Fläche halten.

Wirkung

Klima, Umwelt und die Region profitieren

Klima

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Die Wiedervernässung und Torfmooskultivierung stoppen fast 1.800 t CO₂-Äquivalente pro Jahr. Dies entspricht über 87% der bisherigen Treibhausgasemissionen. Das Torfmoos erzielt als Torfersatz in Pflanzenerden eine Klimawirkung über die Wiedervernässung hinaus.

Umwelt

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Die wiedervernässte Moorfläche schafft Lebensraum für moortypische Insekten, Vögel, Amphibien und Pflanzen. Der Boden und umliegende Gewässer profitieren, da keine Gülle mehr ausgebacht oder Düngung eingesetzt wird. Das Torfmoos hält Wasser in der Fläche und schützt vor Dürren und Überschwemmungen.

Region

region-langenhausen-moor

Torfmoosanbau liefert eine wirtschaftliche Perspektive für Landwirtschaft auf wiedervernässten Moor. Es soll perspektivisch den Torfausstieg der Erdenindustrie und klimafreundliche Produktion von Lebensmittel und Zierpflanzen ermöglichen. 

MoorFutures

Zertifikate für
Wiedervernässung

Die ZukunftMoor Gnarrenburg GmbH hat für das Projekt Kohlenstoffzertifikate nach dem MoorFutures®-Standard entwickelt. Die Universität Greifswald und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel haben als Institutionen des wissenschaftlichen Beirats der MoorFutures® das dafür verfasste Projektdokument validiert. Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat die Zertifikate zur freien Veräußerung zertifiziert.

Melden Sie sich bei uns, wenn auch Sie die Wiedervernässung durch den Kauf von MoorFutures®-Zertifikaten unterstützen und für Ihre Nachhaltigkeitsstrategie nutzen wollen!

MoorFotures

Projektentwickler

ZukunftMoor

Die ZukunftMoor Gnarrenburg GmbH setzt als Projekteignerin die Wiedervernässung der Projektfläche um. Das Team arbeitet seit April 2024 mit festem Sitz in der Gemeinde Gnarrenburg. Als Pionierunternehmen wollen sie Landwirtschaft auf wiedervernässten Moorflächen beweisen, um die Wiedervernässung in Deutschland insgesamt zu beschleunigen.

KLIMAPARTNER

First Climate
MyClimate
ecotree
WHU-Koblenz
WEtell-mobilfunk

Kontakt

Langenhausener Moor 
wiedervernässen

ZukunftMoor-Kranich